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Pressemitteilung des Thüringer Heilbäderverbandes e. V.

Bad Tennstedt, den 16. 06. 2020


Thüringens Heilbäder und Kurorte stehen vor großer Herausforderung in der Bewältigung
der Folgen der Corona-Pandemie
(THBV). „Wir haben für unsere Heilbäder und Kurorte viel erreicht, ich bin sehr zufrieden“, mit
diesen Worten beschreibt der Präsident des Thüringer Heilbäderverbandes Bernhard Schönau
das vom Thüringer Landtag milliardenschwere Hilfspaket zur Abmilderung der Corona Krise, von
dem Thüringens Heilbäder und Kurorte 10 Mio. Euro und die Erholungsorte 5 Mio. Euro erhalten
werden. Sein Dank gilt der Landesregierung, von der sich die Heilbäderbranche jetzt
wahrgenommen fühlt. Denn, so Schönau weiter, die Heilbäder, Kurorte und Erholungsorte im
Freistaat würden einen großen Beitrag in der Gesunderhaltung der Menschen leisten, das
Rückgrat des ländlichen Raums bilden und mit 1/3 der touristischen Gesamtübernachtungen
wirtschaftlich bedeutungsvoll sein. Mit dem 10 Mio. Euro schweren Hilfspaket für die hoch
prädikatisierten Orte, so ist er überzeugt, können Einnahmeverluste abgemildert und Insolvenzen
abgewendet werden. Denn durch die Schließung aller Kurbetriebe und öffentlichen
Einrichtungen seit Mitte März haben alle für die im Zusammenhang mit dem Kurtourismus
arbeitenden Unternehmen deutliche wirtschaftliche Verluste zu vermelden. Das hat eine aktuelle
Umfrage des Verbandes in seinen Mitgliedsorten bestätigt, bei der die durch die Corona
Pandemie verursachten Umsatzverluste und bestehenden Fixkosten ermittelt worden sind. Am
härtesten trifft es die Kommunen, die eine Therme in ihrem Haushalt verankert haben. Selbst bei
jetziger Öffnung der Thermen sei noch nicht absehbar, wie die Entwicklung weitergehe und wie
sich Einrichtungen wirtschaftlich erholen würden, hieß es von den Bürgermeistern und
Kurdirektoren, die in einer Sondersitzung des Thüringer Heilbäderverbandes am gestrigen
Donnerstag über die Folgen der Corona-Pandemie in Bad Tabarz beraten haben. Deshalb
müsse es zu einer schnellen Auszahlung des Sonderlastenausgleichs schon jetzt und nicht erst
im Oktober kommen, so die Forderung an die anwesenden Vertreter aus Innen- und
Wirtschaftsministerium sowie der SPD- und FDP-Landtagsfraktion. Die wiederum signalisierten
eine zügige Bearbeitung.